Glossar
Asbest
Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das sich in feine, hitzebeständige Fasern spalten lässt. Weil es Hitze und Feuer gut standhält und sehr stabil ist, wurde es bis in die 1990er-Jahre in mehr als 3.000 Bauprodukten verarbeitet. Werden die Fasern eingeatmet, können sie Jahrzehnte später schwere Krankheiten auslösen: eine Vernarbung der Lunge (Asbestose), Lungenkrebs oder ein Mesotheliom, ein seltener, bösartiger Tumor des Rippen- oder Bauchfells. Seit dem 31. Oktober 1993 ist Asbest in Deutschland verboten.
- Begriff
- Asbest
- Stand
- 14. September 2026
Was dahinter steckt
Zwischen 1950 und 1985 wurden in Deutschland rund 4,4 Millionen Tonnen Asbest verarbeitet, besonders viel in den 1960er- und 1970er-Jahren. Betroffen sind Dächer, Fassaden, Rohrleitungen, Bodenbeläge, Brandschutzverkleidungen und Heizgeräte. Je nach Produkt sind die Fasern dabei fester oder lockerer in das Material eingebunden, das beeinflusst, wie leicht sie sich lösen.
Ob ein Gebäude Asbest enthält, lässt sich am Baujahr allein nicht sicher ausschließen, nur eingrenzen. Sicherheit gibt erst eine fachgerechte Untersuchung der verdächtigen Bauteile, bevor Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten beginnen.
Quellen und Methodik
Quellen und Lizenzen
- Asbest, Umweltbundesamt,
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Stand dieser Angaben: 14. September 2026.